NEUE SCHULE PORT

Im Auftrag von Skop Architektur & Städtebau

"Der Neubau der Schule Port liegt mitten in einem Wohnquartier in unmittelbarer Nähe zur Stadt Biel. Mit seinem mehrmals gefalteten Dach nimmt der Baukörper Bezug auf den Charakter und Kleinmassstab der giebeldachgekrönten Nachbarhäuser. Das Schulhaus verknüpft die beiden Ankunftsrichtungen der Schulkinder von Osten und Westen sowohl mit einer aussen- als auch mit einer innenräumlichen Verbindungsachse. Die 9 Klassenzimmer und 3 Kindergarteneinheiten auf dem oberen Niveau profitieren dabei von den räumlichen Eigenheiten des Faltdaches: Jeder Klassenraum erscheint als behagliche Hauseinheit.

Das Raumlayout ist gegenüber den Haupthimmelsrichtungen und den Dachfirsten diagonal organisiert. Die Struktur mit zueinander versetzten Einheiten erlaubt eine grösstmögliche Bespielbarkeit der Innenräume. Die Klassenzimmer besitzen direkte Raumverbindungen zu den Gruppenräumen sowie der Erschliessungszone und sind über fassadenseitige Doppeltüren auch miteinander verbunden. Es entsteht ein offenes Gefüge, welches Synergien fördert und Flexibilität für heutige als auch zukünftige Lern- und Lehrmethoden bietet. Die grossen Wandpartien der Lernlandschaft wurden mit einer Magnet- und Wandtafelfarbe überzogen und erlauben eine kreative Aneignung durch den Schulbetrieb. Während die Klassenzimmer an den Hauptfassaden aufgrund ihrer Lage über Eck jeweils zweiseitig belichtet werden, versorgen 7 grosse Oberlicht-Dacheinschnitte auch die in der Mittelzone des grossen Baukörpers liegenden Räumlichkeiten mit Tageslicht.

Das Schulhaus wurde weitgehend als vorgefertigter Holzelementbau erstellt. Die Hohlkastenelemente der Dachkonstruktion übernehmen nebst der Statik auch akustische und lüftungstechnische Funktionen. Um einen einheitlichen Fassadenausdruck zu gewährleisten, wurde die Betonbodenplatte im zweigeschossigen Bereich als Besonderheit ebenfalls auf Holzstützen aufgelagert. Die Fassade wurde mit einer hinterlüfteten, druckimprägnierten Holzschalung realisiert.

Die Anforderungen der Nachhaltigkeit wurden seit Beginn der Planung berücksichtigt. Neben einer gut gedämmten, dichten Hülle, optimierter Gebäudetechnik mit Wärmerückgewinnung und effizienten LED-Leuchten, reduziert der Einsatz von viel Holz auch den Anteil an Grauer Energie. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produziert neben dem Eigenbedarf Strom für einen Jahresverbrauch von rund 50 zusätzlichen Haushalten. Das Gebäude besitzt das Zertifikat MINERGIE-A®."
- Skop

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